Unsere Vereinsgeschichte - von der Gründung bis heute

Gründung

Im Jahr 1921 schlug die Geburtsstunde der Kirchbichler Trachtler, als sich Georg und Peter Feiersinger, Simon Salvenmoser, Josef Brunner, Andreas Fluckinger, Johann Fuchs, Michl Leiminger, Sepp Wachter sowie die Gebrüder Suitner zusammenschlossen und den

Tiroler Gebirgstrachtenerhaltungsverein
"D‘Falkenstoana"
in Kirchbichl am Inn

gründeten.  Wer sich zu Beginn als Gründungsobmann zur Verfügung stellte, ist nicht restlos geklärt, am wahrscheinlichsten fällt diese Ehre Michl Leiminger zu. Bereits in den Anfangsjahren  erlangte der Verein durch seine Auftritte und Ausrückungen immer mehr an Bekanntheit.

 
Fahnenweihe

Bereits 7 Jahre nach der Vereinsgründung konnte vom damals noch jungen Verein eine Prozessionsfahne angeschafft werden, die im Jahr 1928 feierlich geweiht wurde. Als Fahnenmutter stellte sich Theresia Feiersinger zur Verfügung, als Fahnenjungtrau fungierte Maria Brunner.

Bis zum zweiten Weltkrieg folgte eine Reihe von internationalen Auftritten vor allem in Deutschland und Frankreich.

 
Umbenennung nach Kriegsende

Nachdem der Verein nach Ende des Krieges seine Aktivitäten wieder aufnahm, erfolgte zunächst die Namensänderung in den

"1. Tiroler Gebirgstrachtenerhaltungs- und Schuhplattlerverein Kirchbichl".

Bei der Gründung des Unterinntaler Trachtenverbandes im Jahr 1950 waren die Kirchbichler Trachtler als Gründungsverein von Beginn an mit dabei.

 
Blütezeit in den 60er Jahren

Die folgenden Jahrzehnte dürfen wohl als eine wahre Blütezeit unter Führung der Sänger- und Plattlergruppe Feiersinger bezeichnet werden, in denen sich Kirchbichl als ein Zentrum der Volkskultur in Tirol einen Namen machte. Unzählige Auftritte im In- und Ausland zeugen von der Bekanntheit des Trachtenvereines. Eine besondere Ehre wurde unserem Ort zuteil, als der ORF die erste Fernsehsendung überhaupt außerhalb des Landesstudios in der Schrolltenne und dem Dorfplatz unter Beteilung der Hausmusik Schroll und des Trachtenvereines produzierte.

In diese Zeit fielen auch die Jahre, als die Kirchbichler Plattler bis zu 6 Tirolerabende pro Woche in Kirchbichl und in umliegenden Gemeinden gestalteten. Um für ausreichend Nachwuchs zu sorgen, wurde in den 70er Jahren auch eine eigene Jugendgruppe gegründet.

 
Restauration der Fahne als Neustart

Nachdem es eine Zeitlang recht ruhig um den Verein bestellt war, entschloss sich damalige Vorstand im Jahr 1990 dazu, die reparaturbedürftige Prozessionsfahne renovieren zu lassen und eine feierliche Fahnenweihe im Kreis von Vereinen des Unterinntaler Trachtenverbandes und aus Kirchbichl zu organisieren. Wie mutig diese Entscheidung war lässt sich daran erkennen, dass sich nur mehr eine gute Handvoll Mitglieder aktiv für den Verein engagierte. Ehrenmitglied Toni Weber und Manfred Pellny sammelten unermüdlich Spenden für die Kosten der Fahnenrenovierung und zusätzlich mit Hilfe der Fahnenpatin Elisabeth Wechselberger, der Gemeinde Kirchbichl und dem Land Tirol konnte im Jahr 1991 die neu restaurierte Fahne geweiht werden.

Dieses Ereignis war gleichsam auch ein Impuls zur Belebung des Vereines. Seit damals konnte die Anzahl der aktiven und unterstützenden Mitglieder Jahr um Jahr stetig erhöht werden.

 
Neuzeit im Zeichen der Jungen

Seit Ende der 90er Jahre haben die jungen Mitglieder mehr und mehr Aufgaben innerhalb des Vereines und des Vorstandes übernommen. Insbesondere die Gründung der Volkstanzgruppe, die Anschaffung von neuen Trachten für die Mädchen oder die Baumpflanzung im Gedenkjahr 2009 sind einige der Meilensteine aus dieser Zeit. Ein wesentliches Anliegen der neuen Generation ist aber auch die gute Zusammenarbeit und die Harmonie zwischen Jung und Alt. So ist es auch für junge Mitglieder immer wieder ein Erlebnis, mit den „alten Haudegen“ des Trachtenvereines bei Ausrückungen Erfahrungen auszutauschen und Geschichten aus früheren Tagen zuzuhören. Zusammenleben ganz nach dem Motto:

„Tracht und Brauch der Alten, wollen wir erhalten“.